Buchempfehlungen

Bücher haben meinen Blick auf Geld, Freiheit, Reisen und ein gutes Leben stark geprägt. Auf dieser Seite sammle ich alle Bücher, die ich selbst gelesen habe, mit persönlicher Bewertung, Kurzfazit und Kurzrezension.

Neben Finanz- und Investmentbüchern findest du hier auch Reiseberichte, Romane, Sachbücher über Politik und Wirtschaft sowie Bücher über persönliche Entwicklung, Natur, Sinnsuche und innere Ruhe. Nicht jedes Buch ist eine uneingeschränkte Empfehlung, aber jedes hat mir etwas mitgegeben: manchmal eine neue Idee, manchmal einen Perspektivwechsel und manchmal einfach ein paar gute Lesestunden.

Meine Einschätzungen sind bewusst persönlich gehalten. Ich schreibe nicht aus Sicht eines Verlags, sondern als Leser: Was hat mich überzeugt? Was war schwächer? Und für wen könnte sich das Buch lohnen?

Die Liste wird regelmäßig erweitert. Wenn dich ein Buch interessiert, freue ich mich, wenn du den mit Sternchen gekennzeichneten Amazon Partnerlink nutzt. Damit unterstützt du meine Arbeit an „Jung in Rente“, ohne Mehrkosten für dich.

Geld & Investieren

Über die Psychologie des Geldes

Morgan Housel

Kurzfazit

Ein außergewöhnlich starkes Finanzbuch, das zeigt, warum der Umgang mit Geld weniger von Wissen als von Verhalten, Denken und Emotionen abhängt.

Für wen geeignet

Geeignet für alle, die Geld nicht nur technisch verstehen wollen, sondern ihre eigene Haltung zu Vermögen, Risiko und finanzieller Freiheit hinterfragen möchten.

Kurzrezension

Wenn ich nur ein einziges Finanzbuch empfehlen dürfte, dann dieses. Über die Psychologie des Geldes hat meine Sicht auf Geld komplett verändert – weg von Renditen, hin zu Verhalten. Es ist kein klassischer Ratgeber mit konkreten Anlagestrategien, sondern eine tiefgehende Reflexion darüber, wie unser Denken über Geld unseren finanziellen Erfolg beeinflusst. Für mich persönlich ist das wertvoller als 90 % der restlichen Finanzliteratur. Ich habe das Buch mittlerweile mehrfach gelesen – auf Deutsch und im Original – und finde jedes Mal neue Aha-Momente. Nirgendwo sonst habe ich so viel geballtes Money Mindset auf so wenigen Seiten gefunden.

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Politik & Wirtschaft

Der Ausverkauf

Uwe Ritzer

Kurzfazit

Ein kritisches Sachbuch über Rohstoffe, Macht und wirtschaftliche Interessen, das besonders beim Thema Wasser starke Einblicke liefert.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die besser verstehen wollen, wie eng Ressourcen, Politik und Unternehmen auch in Deutschland miteinander verflochten sind.

Bei Wasser denkt man schnell an etwas Selbstverständliches – bis man liest, wie wirtschaftlich und politisch umkämpft diese Ressource längst ist. Uwe Ritzer hat gerade zu diesem Thema sichtbar tief recherchiert und zeigt, dass Rohstoffe nicht nur irgendwo weit weg ausgebeutet werden, sondern auch direkt vor unserer Haustür Interessen von Unternehmen, Politik und Allgemeinheit aufeinanderprallen. Besonders die Passagen zum Wasser fand ich stark, weil sie greifbar machen, wie wenig kontrolliert Unternehmen in Deutschland teilweise auf Reserven zugreifen können. Danach verliert das Buch für mich allerdings etwas an Tiefe: Einige Folgethemen wirken weniger sauber aufgebaut, und stellenweise hatte ich das Gefühl, dass der Text schon sehr gezielt auf Empörung setzt. Mir persönlich war das teilweise etwas zu meinungsmachend und nicht ganz so elegant erzählt, wie man es von manchen angloamerikanischen Sachbüchern zu ähnlichen Themen kennt. Trotzdem bleibt Der Ausverkauf ein lesenswertes Buch für alle, die besser verstehen wollen, wie eng Rohstoffe, Politik und wirtschaftliche Macht auch in Deutschland miteinander verflochten sind.

Reisen & Kulturen

Verborgenes Japan

Willem Spelten

Kurzfazit

Ein atmosphärischer Reisebericht, der Japan jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten erlebbar macht.

Für wen geeignet

Geeignet für Japan-Interessierte, die nicht nur Reiseführerwissen suchen, sondern ein tieferes Gefühl für Orte, Menschen und verborgene Seiten des Landes bekommen möchten.

Japan hat mich schon lange fasziniert – doch die typischen Reiseberichte blieben mir oft zu oberflächlich. Verborgenes Japan hat mir dagegen genau das geboten, was ich gesucht habe: eine Entdeckungsreise jenseits der bekannten Pfade. Spelten nimmt einen mit zu Orten, die man in keinem Reiseführer findet, und schafft es, die Faszination des Verborgenen greifbar zu machen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, selbst durch kleine Dörfer zu schlendern, in heißen Onsen zu entspannen oder mit alten Meistern Tee zu trinken. Wer Japan liebt oder es wirklich kennenlernen will, findet hier eine wunderbare Inspirationsquelle.

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Der lachende Kontinent

Bernd Dörries

Kurzfazit

Ein vielseitiger Reisebericht, der Afrika differenzierter, lebendiger und weniger klischeehaft zeigt, als es in vielen Medien geschieht.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die Afrika nicht nur aus Schlagzeilen kennen wollen und bereit sind, ihr eigenes Bild des Kontinents zu erweitern.

Afrika war für mich nie nur ein ferner Kontinent – es war ein Ort voller Erinnerungen und persönlicher Erlebnisse. Auf vielen privaten und beruflichen Reisen hat mich dieser Teil der Welt immer wieder in seinen Bann gezogen. Umso spannender war es, durch Der lachende Kontinent neue Facetten kennenzulernen. Dörries reist durch 34 Länder südlich der Sahara und zeigt ein Afrika, das in den Medien oft zu kurz kommt: dynamisch, vielfältig und voller Lebensfreude. Besonders beeindruckt haben mich die Einblicke in weniger bekannte Länder wie Eritrea oder Äquatorialguinea. Wer Afrika nicht nur aus der Distanz betrachten will, sondern bereit ist, sein Bild davon zu hinterfragen, sollte dieses Buch lesen.

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Sowjetistan

Erika Fatland

Kurzfazit

Ein augenöffnendes Reisebuch über Zentralasien, das eine hierzulande oft übersehene Region historisch, kulturell und politisch greifbarer macht.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die ihren Blick auf wenig bekannte Weltregionen erweitern und Zentralasien besser verstehen möchten.

Obwohl ich schon viel von der Welt gesehen habe, war Zentralasien für mich bisher erstaunlich wenig präsent – und genau das hat mir Sowjetistan ziemlich deutlich vor Augen geführt. Erika Fatland nimmt einen mit in eine Region, über die man in unseren Medien viel zu selten etwas erfährt, obwohl sie historisch, kulturell und politisch unglaublich spannend ist. Besonders gefallen hat mir, wie viele neue Eindrücke das Buch vermittelt und wie unterschiedlich die Länder Zentralasiens wirken, obwohl sie oft gedanklich in einen Topf geworfen werden. Gleichzeitig merkt man dem Buch heute an, dass es vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erschienen ist; gerade wegen der engen historischen Verbindung zu Russland fühlt sich manches inzwischen überholt an. Für mich bleibt es deshalb kein perfektes, aber ein sehr augenöffnendes Reisebuch, das Lust macht, eine Region gedanklich und vielleicht irgendwann auch tatsächlich stärker auf die eigene Landkarte zu setzen.

Reportage Iran

Carola Hoffmeister

Kurzfazit

Ein behutsamer Blick auf den Iran, der Alltagsbeobachtungen, Gespräche und gesellschaftliche Spannungen miteinander verbindet.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die den Iran jenseits politischer Schlagzeilen besser verstehen möchten.

In Reportage Iran schildert die deutsche Journalistin ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse aus mehreren Reisen in den Iran. Statt auf politische Schlagzeilen oder plakative Konflikte zu fokussieren, nähert sie sich dem Land behutsam über Alltagsbeobachtungen, Gespräche mit Einheimischen und das subtile Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Dabei gewährt sie Einblicke in eine Gesellschaft, die zwischen Anpassung und Aufbegehren pendelt, und stellt vor allem die Menschen in den Mittelpunkt – mit all ihren Widersprüchen, Sehnsüchten und Hoffnungen. Obwohl das Buch bereits aus 2010 stammt, scheint das Geschilderte angesichts der aktuellen Ereignisse in und um den Iran aktueller denn je.

Natur & Abenteuer

Der Fluss

Peter Heller

Kurzfazit

Ein intensiver Roman, der Natursehnsucht, Survival-Spannung und den Blick in die menschliche Seele eindrucksvoll miteinander verbindet.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die Abenteuerliteratur mögen, aber mehr suchen als reine Action oder klassischen Nervenkitzel.

Kurzrezension

Mich hat an diesem Buch sofort diese Sehnsucht nach dem Ursprünglichen gepackt: zwei Freunde, ein Kanu, die kanadische Wildnis und die Frage, was man wirklich braucht, wenn plötzlich nichts mehr selbstverständlich ist. Peter Heller erzählt das nicht als romantisches Outdoor-Abenteuer, sondern als immer bedrohlicher werdende Reise, bei der Natur, Feuer, Gewalt und menschliche Unberechenbarkeit Schritt für Schritt näher rücken. Besonders stark fand ich die Mischung aus großartigen Naturschilderungen und echtem Survival-Gefühl – man lernt nebenbei einiges darüber, wie wenig im Ernstfall zwischen Sicherheit und Gefahr liegt. Gleichzeitig geht es nicht nur ums Überleben in der Wildnis, sondern auch um das, was Extremsituationen aus Menschen machen: aus Freunden, aus Tätern und aus Opfern. Gerade diese Verbindung aus Natursehnsucht, Spannung und Blick in die menschliche Seele hat mich beim Lesen richtig hineingezogen. Für mich ist Der Fluss ein außergewöhnlich intensiver Roman und eine klare Empfehlung für alle, die Abenteuerliteratur mögen, aber mehr suchen als nur ein bisschen Nervenkitzel.

Der Ruf der Wildnis

Jack London

Kurzfazit

Ein intensiver Klassiker über Wildnis, ursprüngliche Kraft und die Rückkehr zur eigenen Natur.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die Abenteuerklassiker mögen und darin mehr sehen als nur eine spannende Tiergeschichte.

Ein Abenteuerroman, der weit mehr ist als nur eine spannende Geschichte über Schlittenhunde in Alaska. Jack London erzählt vom Hund Buck, der aus der behüteten Zivilisation gerissen wird und in der Wildnis zu seiner ursprünglichen Natur zurückfindet. Besonders bewegt hat mich dabei die Frage, wie man sich von äußeren Zwängen löst, auf die innere Stimme hört und zur eigenen Freiheit zurückkehrt. Der Ruf der Wildnis ist für mich deshalb nicht nur ein Klassiker, sondern auch eine Einladung zur Selbstfindung – knapp erzählt, intensiv und zeitlos aktuell.

Romane

Der Gott des Waldes

Liz Moore

Kurzfazit

Ein leiser, psychologisch dichter Spannungsroman, der aus einem Vermisstenfall eine vielschichtige Geschichte über Familie, Macht und soziale Ungleichheit macht.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die intelligente Thriller mögen, bei denen Atmosphäre, Figuren und gesellschaftliche Abgründe wichtiger sind als schnelle Effekte.

Kurzrezension

Manchmal überzeugt mich ein Buch gerade deshalb, weil es nicht das tut, was man vom Genre erwartet. Liz Moore liefert mit „Der Gott des Waldes“ keinen lauten Thriller voller Effekte, sondern einen ruhig erzählten, psychologisch dichten Roman, der sich trotzdem immer weiter zuschnürt. Das Verschwinden eines Mädchens in einem Sommercamp wird dabei zum Ausgangspunkt für eine Geschichte über Familie, Macht, soziale Ungleichheit, Schuld und all die Dinge, die Menschen lieber vor anderen verbergen. Besonders stark fand ich, wie vielschichtig die Figuren gezeichnet sind und wie die Spannung weniger aus Action entsteht als aus Atmosphäre, Andeutungen und alten Wunden. Obwohl solche Bücher normalerweise nicht ganz oben auf meiner Leseliste stehen, hat mich dieser Roman komplett abgeholt. Wer einen intelligenten, leisen und trotzdem sehr fesselnden Spannungsroman sucht, findet hier eine klare Empfehlung.

Tausend Meilen weites Land

Meinrad Braun

Kurzfazit

Ein anschaulicher historischer Roman über deutsche Auswanderung, der zugleich hilft, die Wurzeln der heutigen amerikanischen Gesellschaft besser zu verstehen.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die historische Romane mögen und sich für Auswanderung, Amerika im 19. Jahrhundert und gesellschaftliche Entwicklungen interessieren.

An Tausend Meilen weites Land fand ich vor allem spannend, welche Beweggründe Menschen im frühen 19. Jahrhundert dazu gebracht haben, ihre Existenz in Deutschland aufzugeben und in Übersee noch einmal ganz von vorne anzufangen. Meinrad Braun erzählt diese Auswanderungsgeschichte sehr anschaulich und zeigt, wie beschwerlich, unsicher und zugleich hoffnungsvoll so ein Schritt damals praktisch gewesen sein muss. Besonders gefallen haben mir die detaillierten Schilderungen der Lebensumstände in Europa und Nordamerika, weil man dadurch auch die heutigen USA ein Stück besser versteht: das schwierige Verhältnis zwischen europäischen Siedlern, versklavten bzw. ehemals versklavten Schwarzen und der indigenen Bevölkerung, die tiefen Gegensätze zwischen Nord- und Südstaaten sowie das bis heute spürbare Spannungsfeld zwischen Stadt und Land. Etwas überzeichnet wirkte auf mich stellenweise, wie viele historische Ereignisse der Protagonist miterlebt und wie weit er für die damalige Zeit herumkommt. Das ändert aber wenig daran, dass das Buch unterhaltsam, lehrreich und angenehm zugänglich erzählt ist. Wer historische Romane mag und nebenbei mehr über deutsche Auswanderung und die Wurzeln der amerikanischen Gesellschaft erfahren möchte, findet hier eine sehr lohnende Lektüre.

Butcher's Crossing

John Williams

Kurzfazit

Ein schonungsloser Roman über Natur, Gier und die ernüchternde Suche nach Sinn im amerikanischen Westen.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die historische Abenteuerromane mögen, aber eine ernstere und nachdenklichere Auseinandersetzung mit Selbstfindung suchen.

Butcher’s Crossing erzählt von Will Andrews, der sein bürgerliches Leben an der US-Ostküste aufgibt, um in der Wildnis des amerikanischen Westens nach Sinn zu suchen. John Williams beschreibt schonungslos, wie Natur, Gier und eigene Erwartungen den Weg zur Selbstfindung prägen. Besonders faszinierend fand ich, dass nicht jede Sinnsuche mit Erfolg oder Erkenntnis belohnt wird – manchmal besteht der Wert allein darin, sich auf den Weg zu begeben und die eigenen Grenzen zu erkennen. Für mich ist der Roman deshalb mehr als ein historisches Abenteuer; er ist eine intensive Reflexion darüber, was es bedeutet, sich selbst zu hinterfragen und die eigene Bestimmung zu suchen.

Die Straße

Cormac McCarthy

Kurzfazit

Ein düsterer, reduzierter und emotional starker Roman über Liebe, Angst und Menschlichkeit in einer zerstörten Welt.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die intensive, nachdenkliche Literatur mögen und keine leichte Unterhaltung erwarten.

Die Straße hat bei mir vor allem ein ziemlich beklemmendes Gefühl hinterlassen. Cormac McCarthy erzählt von einer zerstörten Welt, in der ein Vater und sein Sohn eigentlich nur noch versuchen, irgendwie weiterzumachen – und trotzdem wirkt das Buch weniger wie klassische Endzeit-Unterhaltung als wie eine leise Geschichte über Liebe, Angst und Menschlichkeit. Gerade diese reduzierte Sprache und die düstere Atmosphäre machen den Roman so stark, auch wenn ich gerne mehr darüber erfahren hätte, weshalb die Erde überhaupt zerstört wurde. Vielleicht ist genau diese Leerstelle aber auch Teil der Wirkung: Man sucht beim Lesen ständig nach Erklärungen, bekommt aber vor allem die emotionale Wucht dieser Reise zu spüren. Kein leichtes Buch, aber eines, das hängen bleibt und sich gerade deshalb lohnt, wenn man sich auf eine nachdenkliche, sehr intensive Geschichte einlassen möchte.

Sinnsuche, Selbstbestimmung & gutes Leben

Die Möwe Jonathan

Richard Bach

Kurzfazit

Ein schmales, klares Buch über Freiheit, Selbstverwirklichung und den Mut, sich von Erwartungen zu lösen.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die eine kurze, leicht zugängliche Parabel über den eigenen Weg und innere Freiheit suchen.

Ein schmales Buch, das mehr Tiefe enthält als viele dicke Bände. Die Möwe Jonathan ist eine Parabel über Freiheit, Selbstverwirklichung und den Mut, sich vom Erwarteten zu lösen. Besonders beeindruckt hat mich, wie Bach gängige gesellschaftliche Normen hinterfragt – und das Glück darin zeigt, seinen eigenen Weg zu gehen, statt sich anzupassen. Erzählt wird das mit Leichtigkeit und Klarheit, ohne je dogmatisch zu wirken. Ein Buch, das man in unter zwei Stunden lesen kann – das einen aber noch viel länger beschäftigt.

Der Alchemist

Paulo Coelho

Kurzfazit

Eine poetische Geschichte über Träume, Angst, Hoffnung und den Mut, dem eigenen Weg zu folgen.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die in einer Umbruchphase neue Inspiration suchen und sich auf eine einfache, symbolische Erzählweise einlassen können.

Der Alchemist hat mich tief berührt. Nicht, weil es besonders realistisch oder analytisch ist – im Gegenteil. Es erzählt von einem Hirtenjungen, der seinem Traum folgt, und trifft dabei auf fast magische Weise universelle Wahrheiten über das Leben, über Angst, Verlust und Hoffnung. Gerade in Momenten des Umbruchs habe ich mich in dieser poetischen Geschichte wiedergefunden. Sie erinnert daran, wie leicht wir unsere eigentliche Bestimmung aus den Augen verlieren – und wie wichtig es ist, trotzdem weiterzugehen. Wer auf der Suche nach neuer Inspiration ist, sollte dieses Buch lesen. Es wirkt lange nach.

Traum über Kopf

Lars Bendels

Kurzfazit

Ein inspirierendes Buch über Aufbruch, freiwillige Arbeit und die Frage, ob Arbeit mehr sein kann als Einkommen und Alltagstrott.

Für wen geeignet

Geeignet für alle, die sich mit Sinnfragen beschäftigen und überlegen, ob sie ihren eigenen Träumen mehr Raum geben sollten.

Jobs kündigen, Rucksack packen, One-Way-Ticket lösen und ausprobieren, ob Arbeit nicht mehr sein kann als Einkommen und Alltagstrott. Lars Bendels und seine Freundin Anja gehen als Volunteers um die Welt und tauchen in ökologische Projekte ein – von Agroforst und Permakultur bis hin zu Wildtieren und Meeresschildkröten. Gerade diese Mischung aus Aufbruch, Sinnsuche und konkreter Arbeit in der Natur fand ich stark, weil man gut nachvollziehen kann, warum jemand irgendwann wissen will, ob das eigene Leben nicht noch mehr bereithält. Nebenbei lernt man viel über Umweltprobleme, freiwillige Arbeit und Menschen, die ihr Leben sehr bewusst anders gestalten. Nicht jede Station hätte für meinen Geschmack ganz so ausführlich erzählt werden müssen, vor allem der erste Abschnitt in Afrika zieht sich stellenweise etwas. Trotzdem ist Traum über Kopf ein inspirierendes Buch für alle, die sich selbst manchmal fragen, ob sie ihrem eigenen Traum nicht mehr Raum geben sollten.

Ikigai

Ken Mogi

Kurzfazit

Ein ruhiges Buch über die kleinen alltäglichen Quellen von Sinn, Freude und Erfüllung.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die sich fragen, was sie wirklich erfüllt und wie sie bewusster mit ihren Routinen und Lebensentscheidungen umgehen können.

In den letzten Jahren habe ich mich oft gefragt, was mich wirklich erfüllt. Mit meinem Sabbatical 2025 habe ich mir den Raum genommen, dieser Frage nachzugehen – und genau hier setzt Ikigai an. Ken Mogi beschreibt, warum wahre Freude nicht aus großen Errungenschaften kommt, sondern aus den kleinen, alltäglichen Momenten. Besonders hängen geblieben ist mir der Gedanke, dass der Sinn des Lebens nicht immer ein großes Ziel sein muss, sondern oft in den Dingen liegt, die wir bereits tun – nur eben bewusster. Ein Buch, das mich dazu gebracht hat, viele meiner Routinen mit neuen Augen zu sehen.

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Can't Hurt Me

David Goggins

Kurzfazit

Ein kompromissloses Buch über mentale Stärke, Selbstüberwindung und das Ausschöpfen des eigenen Potenzials.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die einen harten Motivationsschub suchen und sich mit Disziplin, Belastbarkeit und persönlicher Grenzerweiterung beschäftigen möchten.

David Goggins’ Lebensgeschichte ist ein brachialer Beweis dafür, was mentale Stärke und unbändiger Wille bewirken können. Er beschreibt, wie er sich aus schwierigen Verhältnissen herauskämpfte, physische und psychische Grenzen sprengte und einer der härtesten Ausdauerathleten der Welt wurde. Seine „40 %-Regel“ – dass wir meist nur einen Bruchteil unseres Potenzials abrufen – hat mich besonders beeindruckt. Sein radikaler Ansatz mag extrem wirken, doch seine Botschaft ist universell: Disziplin, Selbstüberwindung und unnachgiebige Arbeit an sich selbst können uns zu ungeahnten Höchstleistungen bringen. Ein Buch, das keine Ausreden zulässt und zum Handeln inspiriert.

Achtsamkeit, Philosophie & innere Ruhe

Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten

Robert M. Pirsig

Kurzfazit

Ein anspruchsvoller philosophischer Roadtrip über Qualität, Werte und die Frage, mit welcher Haltung wir unser Leben führen.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die bereit sind, sich auf ein forderndes, gedanklich tiefes Buch einzulassen.

Manche Bücher liest man, legt sie weg und vergisst sie wieder. Andere bleiben. Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten gehört für mich in die zweite Kategorie. Es ist ein Buch, das einen herausfordert, das eigene Denken infrage zu stellen. Pirsigs philosophischer Roadtrip durch die USA ist weit mehr als eine Motorradreise – es ist eine tiefgehende Reflexion über Werte, Qualität und die Art, wie wir die Welt betrachten. Was mich besonders beschäftigt hat: seine Überlegung, dass Erfolg nicht in äußeren Errungenschaften liegt, sondern in der Haltung, mit der wir unser Leben führen. Es ist kein leichtes Buch, aber eines, das lange nachhallt.

Briefe an einen jungen Dichter

Rainer Maria Rilke

Kurzfazit

Eine zeitlose Briefsammlung über innere Klarheit, Selbstfindung und den Mut, offene Fragen auszuhalten.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die kurze, sprachlich starke Texte mögen und sich mit persönlichen oder kreativen Lebensfragen beschäftigen.

Bei Briefe an einen jungen Dichter handelt es sich um eine Sammlung von zehn Briefen, die Rainer Maria Rilke vor über 100 Jahren an den angehenden Dichter Franz Xaver Kappus verfasste. Kappus wandte sich damals an Rilke, um literarischen Rat zu erhalten. Doch anstatt seine Gedichte zu kritisieren, schrieb Rilke über Selbstfindung, innere Klarheit und den Mut, offene Fragen nicht zu verdrängen, sondern sich ihnen bewusst zu stellen: „Leben Sie jetzt die Fragen“, schreibt er – ein Satz, der mir in meiner aktuellen Lebensphase wie aus der Seele spricht.

Zen-Geist – Anfänger-Geist

Shunryu Suzuki

Kurzfazit

Ein reduziertes und zugleich forderndes Buch über Zen, Gegenwärtigkeit und die Kunst, ohne ständiges Ziel einfach zu sein.

Für wen geeignet

Geeignet für Leser, die sich ernsthaft für Meditation, Achtsamkeit und ein weniger verkopftes Leben interessieren.

Zen-Geist – Anfänger-Geist ist kein Ratgeber – es ist eine Erfahrung. Und manchmal auch eine Zumutung. Suzuki spricht in einfachen Worten über das Wesentliche, und gerade deshalb hallen seine Sätze noch lange nach. In einer Zeit, in der ich viel nachgedacht habe, war dieses Buch eine Einladung, einfach zu sein. Nicht mehr, nicht weniger. Kein Ziel, keine Strategie. Nur sitzen, nur atmen, nur leben. Das klingt banal – bis man es wirklich versucht.

Ich hoffe, diese Seite hilft dir weiter! Falls du Fragen hast oder ein Buch besonders empfehlen kannst, schreib mir eine Nachricht. Viel Spaß beim Lesen!

Über David

David (40) ist seit über 13 Jahren verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Der Diplom-Kaufmann arbeitet seit 2012 in einer großen Unternehmensberatung und ist dort seit 2018 Prokurist.

Auf Jung in Rente berichtet er seit 2017 über seinen Weg zur finanziellen Freiheit.

2022 gründete er außerdem die gemeinnützige Naturschutzorganisation Wilde Wälder, die heimische Wälder erwirbt und deutschlandweit neue Wildnisinseln schafft.

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