Im Juni 2025 hatte ich auf Jung in Rente mein Zwischenfazit zu Konvi veröffentlicht. Damals war ich nach dreieinhalb Jahren Crowdinvesting in Luxusgüter vorsichtig optimistisch, aber ein entscheidender Punkt stand noch aus: der erste vollständige Verkauf eines Assets mit anschließender Auszahlung.
Genau dieser Punkt ist inzwischen eingetreten.
Ende 2025 und Anfang 2026 wurden meine ersten beiden Konvi-Investments erfolgreich beendet. In beiden Fällen handelte es sich um Luxusuhren. Und um es direkt vorwegzunehmen: Die Ergebnisse haben mich positiv überrascht.
Aus insgesamt 500 Euro investiertem Kapital wurden 859,97 Euro Rückflüsse. Das entspricht einer Gesamtrendite von rund 72 Prozent vor individueller Steuerbetrachtung.
Keine schlechte Bilanz für eine Assetklasse, bei der ich zu Beginn ehrlich gesagt nicht sicher war, ob die versprochenen Renditen in der Praxis tatsächlich erreichbar sein würden.
Rückblick: Warum ich überhaupt bei Konvi investiert habe
Ich fand das Konzept von Konvi von Anfang an spannend.
Über die Plattform können Privatanleger in seltene Luxusgüter investieren, die normalerweise nur wohlhabenden Sammlern, Family Offices oder spezialisierten Marktteilnehmern offenstehen. Dazu zählen etwa hochwertige Uhren, seltene Weine, Whisky, Kunstwerke oder andere Sammlerstücke.
Für mich war Konvi nie ein Ersatz für Aktien, ETFs oder Immobilien. Eher eine kleine Beimischung, um mein Portfolio um eine weitere alternative Anlageklasse zu ergänzen.
Der Reiz lag vor allem in zwei Punkten:
- Zugang zu exklusiven Sachwerten bereits mit kleinen Beträgen
- potenziell geringe Korrelation zu Aktien und Anleihen
Gleichzeitig war mir von Anfang an bewusst: Das Ganze ist kein risikofreies Investment. Luxusgüter sind illiquide, Bewertungen können schwanken, Verkäufe können sich verzögern und Renditen sind keineswegs garantiert.
Deshalb habe ich bewusst nur kleinere Beträge investiert.
Meine ersten Konvi-Exits im Überblick
Inzwischen wurden zwei meiner frühen Investments erfolgreich verkauft.
| Investment | Einstieg | Exit | Einsatz | Rückfluss | Gesamtrendite | Rendite p.a. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| H. Moser & Cie Tourbillon Dual Time & HYT H2.0 Time is Fluid | März 2022 | November 2025 | 250,00 € | 411,70 € | 64,7 % | 14,5 % |
| Hautlence Vortex Bronze | April 2022 | Januar 2026 | 250,00 € | 448,27 € | 79,3 % | 16,9 % |
| Summe | 500,00 € | 859,97 € | 72,0 % |
Damit hat Konvi bei diesen beiden Exits nicht nur geliefert, sondern meine ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen.
Exit 1: H. Moser & Cie Tourbillon Dual Time & HYT H2.0 Time is Fluid
Mein erstes erfolgreich beendetes Investment bestand aus zwei Luxusuhren: der H. Moser & Cie Tourbillon Dual Time und der HYT H2.0 Time is Fluid.
Beteiligt hatte ich mich im März 2022 mit dem damaligen Mindestinvestment von 250 Euro. Nach dem vollständigen Verkauf im November 2025 erhielt ich insgesamt 411,70 Euro zurück.
Das entspricht einer Gesamtrendite von 64,7 Prozent.
Auf den Zeitraum von März 2022 bis November 2025 heruntergerechnet ergibt sich eine annualisierte Rendite von rund 14,5 Prozent.
Für ein alternatives Sachwertinvestment ist das ein starkes Ergebnis. Vor allem, weil es sich um eine Assetklasse handelt, zu der ich als Privatanleger ohne Konvi sehr wahrscheinlich keinen direkten Zugang gehabt hätte.
Natürlich muss man auch sagen: Zwischenzeitlich war Geduld gefragt. Verkäufe von Luxusgütern folgen nicht dem Takt eines Wertpapierdepots. Es gibt keine tägliche Handelbarkeit, keine jederzeitige Liquidität und keine Garantie, dass ein Käufer zum gewünschten Zeitpunkt auftaucht.
Genau das ist aber auch Teil des Charakters solcher Investments.
Exit 2: Hautlence Vortex Bronze
Noch besser lief mein zweiter erfolgreicher Exit: die Hautlence Vortex Bronze.
Auch hier hatte ich im April 2022 250 Euro investiert. Der Verkauf erfolgte im Januar 2026. Ausgezahlt wurden mir 448,27 Euro.
Das entspricht einer Gesamtrendite von 79,3 Prozent.
Gerade dieses Investment hatte ich bereits in meinem letzten Konvi-Update erwähnt, da die Aufwertungsperiode damals im Juni 2025 endete und aktiv nach Käufern gesucht wurde. Inzwischen ist auch dieser Verkauf abgeschlossen.
Das Ergebnis: sehr erfreulich.
Rechnerisch liegt die annualisierte Rendite über den Zeitraum von April 2022 bis Januar 2026 bei rund 16,9 Prozent pro Jahr.
Damit lag auch dieses Investment deutlich über meinen ursprünglichen Erwartungen. Zwar wirkt die jährliche Rendite etwas weniger spektakulär als die reine Gesamtrendite, aber genau deshalb ist die annualisierte Betrachtung wichtig: Sie macht unterschiedliche Haltedauern überhaupt erst sinnvoll vergleichbar.
Was mich an den Exits besonders überrascht hat
Um ehrlich zu sein: Ich war zu Beginn nicht sicher, ob Konvi die kommunizierten Renditeerwartungen tatsächlich würde einhalten können.
Das Konzept klang spannend. Die Plattform war technisch gut gemacht. Die Investmentideen waren interessant. Aber der entscheidende Praxistest bestand für mich immer darin, ob am Ende tatsächlich Verkäufe stattfinden und ob das Geld zuverlässig bei den Anlegern ankommt.
Genau das ist nun passiert.
Nach meinen ersten beiden Exits kann ich sagen: In diesen konkreten Fällen hat Konvi geliefert.
Das bedeutet nicht, dass jedes zukünftige Investment ähnlich gut laufen wird. Aber es zeigt, dass das Grundmodell zumindest bei diesen beiden Luxusuhren funktioniert hat.
Und das ist für mich ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen alternativen Investmentplattformen, bei denen die schöne Story oft deutlich schneller erzählt ist als der tatsächliche Exit.
Was weiterhin kritisch bleibt
So positiv meine beiden ersten Exits auch ausgefallen sind: Konvi bleibt ein alternatives Investment mit spezifischen Risiken.
Aus meiner Sicht sollten Anleger vor allem diese Punkte verstehen:
1. Illiquidität
Das investierte Kapital ist über Jahre gebunden. Einen funktionierenden Zweitmarkt gab es bislang nicht. Wer investiert, sollte das Geld also wirklich entbehren können.
2. Keine garantierten Renditen
Die bisherigen Ergebnisse sind erfreulich, aber sie sind keine Garantie für die Zukunft. Der Markt für Luxusgüter kann sich verändern. Nachfrage, Trends, Zinsen und Sammlerinteresse spielen eine große Rolle.
3. Bewertungs- und Verkaufsrisiko
Ein Sammlerstück ist am Ende nur so viel wert, wie ein Käufer bereit ist zu zahlen. Verkäufe können länger dauern, niedriger ausfallen oder unter ungünstigen Umständen auch scheitern.
4. Komplexe Struktur
Die Investments erfolgen nicht einfach wie ein ETF-Kauf im Depot. Es geht um Beteiligungen an konkreten Luxusgütern über rechtliche Strukturen, die man verstehen sollte.
5. Plattformrisiko
Auch wenn die Assets getrennt gehalten werden sollen, hängt der operative Prozess stark an Konvi und den jeweiligen Partnern. Das sollte man bei der Gewichtung im eigenen Portfolio berücksichtigen.
Für mich bleibt Konvi deshalb eine kleine Beimischung, kein Kerninvestment.
Was sich bei Konvi inzwischen geändert hat
Wichtig ist außerdem: Konvi hat sein Geschäftsmodell inzwischen angepasst.
Statt wie bisher primär Luxusgüter für eine mehrjährige Haltedauer zu erwerben und anschließend mit Gewinn zu verkaufen, setzt Konvi künftig auf ein sogenanntes Auctions-only model.
Vereinfacht gesagt investieren Nutzer dabei in konkrete Auktionsgelegenheiten. Wenn die Auktion höher läuft, partizipieren Anleger am Upside. Wenn dies nicht geschieht, kann die Investorengruppe das Asset erwerben und anschließend halten.
Das ist ein relevanter Unterschied zum bisherigen Buy-and-Hold-Modell.
Ich werde dieses neue Modell in einem separaten Artikel noch genauer vorstellen, da es sich in Renditeprofil, Laufzeit, Risiko und Logik deutlich von meinen bisherigen Konvi-Investments unterscheidet.
Für diesen Artikel ist wichtig: Meine beiden hier beschriebenen Exits stammen noch aus dem bisherigen Modell.
Mein aktuelles Konvi-Portfolio
Neben den beiden erfolgreichen Exits halte ich weiterhin Anteile an neun weiteren Luxusgütern.
Darunter befinden sich:
- weitere Luxusuhren
- seltene Weine
- ein Kunstwerk von Banksy
Ich bin sehr gespannt, wo sich die Renditen dieser Investments am Ende einpendeln werden. Nach den ersten beiden erfolgreichen Verkäufen ist meine Zuversicht natürlich gestiegen. Gleichzeitig bleibe ich realistisch: Zwei erfolgreiche Exits sind ein guter Anfang, aber noch keine belastbare Langzeitstatistik.
Genau deshalb werde ich weiter transparent berichten.
Mein Fazit nach den ersten beiden Exits
Konvi war für mich von Anfang an ein Experiment mit echtem Geld.
Kein riesiges Experiment, aber ein bewusstes. Ich wollte wissen, ob Crowdinvesting in Luxusgüter für Privatanleger mehr ist als eine schöne Idee.
Nach den ersten beiden erfolgreichen Exits fällt mein Zwischenfazit deutlich positiver aus als noch vor einem Jahr.
Aus 500 Euro wurden 859,97 Euro. Beide Investments wurden erfolgreich verkauft. Die Auszahlungen sind erfolgt. Die Renditen lagen klar über dem, was ich bei einem vorsichtigen Szenario erwartet hätte.
Gleichzeitig bleibt Konvi für mich kein Produkt für große Vermögensteile. Dafür sind die Risiken, die Illiquidität und die Abhängigkeit vom jeweiligen Asset zu hoch.
Als kleine Beimischung im Bereich alternativer Sachwerte finde ich die Plattform aber weiterhin spannend.
Oder anders gesagt: Der entscheidende Praxistest, der in meinem letzten Artikel noch ausstand, wurde bei meinen ersten beiden Exits bestanden.
Bonus für Neukunden
Wenn du Konvi selbst ausprobieren möchtest, kannst du meinen Affiliate-Code JUNGINRENTE verwenden.
Nach meinem aktuellen Stand erhältst du damit einen Bonus auf dein Erstinvestment, und auch ich erhalte eine Vergütung. Bitte prüfe die aktuell gültigen Konditionen direkt bei Konvi, da sich Bonus- und Sonderaktionen (Konvi-Days) ändern können.
Transparenzhinweis: Wenn du meinen Code nutzt, erhalte ich ebenfalls einen Bonus. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Meine Einschätzung zu Konvi basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und meinen eigenen Investments.
Über David
David (40) ist seit über 13 Jahren verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Der Diplom-Kaufmann arbeitet seit 2012 in einer großen Unternehmensberatung und ist dort seit 2018 Prokurist.
Auf Jung in Rente berichtet er seit 2017 über seinen Weg zur finanziellen Freiheit.
2022 gründete er außerdem die gemeinnützige Naturschutzorganisation Wilde Wälder, die heimische Wälder erwirbt und deutschlandweit neue Wildnisinseln schafft.
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